Jeder kann hypnotisieren! 2/4

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Jeder kann hypnotisieren! 2/4

Das Vier-Boxen-System aus dem Artikel über den „Reality-Loop“ von Alex erklärt nicht nur dein Denk-, Aktions-, Erfahrungs- und Glaubenssystem, sondern es ist auch ein Modell vier verschiedener Stadien einer Hypnosesitzung, die in der Wirkung aufeinander aufbauen, bzw. voneinander abhängen. Ganz genau so, wie im Post über Alex-Loop schon beschrieben.

Das Leben ist wie eine einzige Hypnosesitzung. Kaum, dass du eine Ahnung darüber bekommst, was Hypnose ist, merkst du schnell, dass alles um dich herum dich schon dein Leben lang „hypnotisiert“ und manipuliert.
Manipuliert im besten Sinne bist du dann, wenn du etwas Sinnvolles lernst, eine Erfahrung machst, mit der du etwas anfangen kannst, mit der du weiterkommst. Du gewinnst eine neue Überzeugung, die dir neue Ideen und weitere Optionen offenbart. Manchmal entdecken wir aber in uns auch Überzeugungen und Einstellungen, mit denen wir nichts oder nur wenig anfangen können. Zum Beispiel viele Weisheiten mit dem eingebauten Wort „man“. „Man geht nicht bei Rot über die Straße.“, „Das sagt man nicht…“, „Das macht man nicht!“. Eben so auch alle die, die das Wort „kann“ in sich tragen. „Das kann ich nicht!“, „Das kann man nicht!“, „Ich kann nicht singen, tanzen, spielen, malen oder Mathe.“


Ich hatte schon beschrieben, dass deine Überzeugungen sich dadurch verändern lassen, indem du neue Erfahrungen machst, die deine hemmende Einstellung verändern.

Es gibt noch einen weiteren Weg in dein Unbewusstes: Wiederholungen. Werbung nutzt dieses Phänomen, Hausaufgaben haben den gleichen Zweck und auch im Sport und in der Musik ist Üben alles, also Wiederholen. Alles also, was du nur lange genug vorgebetet bekommen hast, wirst du auf Dauer auch glauben. Dadurch, dass du ständig durch die Medien immer wieder vorgesetzte Informationen erhältst, verinnerlichst du sie, und glaubst sie. Die immer wieder zwischengeschaltete Werbung, skandalträchtige Schlagzeilen über alles Lebensunwürdige, Schreckliche und Blutige, Fake-Posts in sozialen Medien – all das ist Meinungsmache. Du bekommst einen Brei von Werbung und Meldungen vorgesetzt, wie etwa:

Die Welt ist schlecht, schau hierhin, schau dorthin, überall nur Krieg und Verderben. Alle anderen sind so böse und die Reichen erst, die uns alle ausbeuten und die Ausländer auch alle. Hier wieder ein Amok-Läufer, da wieder Einbruch, Terror und Kriminalität.

Achte jetzt mal auf dein Gefühl und dein Gesichtsausdruck. Bemerkst du, wie deine Stimmung allein dadurch gertübt wird, dass du diesen vorangegangenen Satz liest? Das bedeutet, du weißt, wovon ich rede. Wir werden öffentlich immer auf Negatives gestubst, damit wir es mit der Angst bekommen. Damit wir unzufrieden sind und damit wir klein und lenkbar werden und bleiben.

Wer das weiß, könnte sich entscheiden, sich nicht mehr alles reinzuziehen, was sich um uns alle herum anbietet. Man muss nicht drei Mal am Tag Nachrichten im Fernsehen verfolgen, man braucht keine Tageszeitung. Schon garnicht eine, die nur auf Blut, Skandal, Tod und Verderben ausgerichtet ist. Man muss sich nicht jeden Mist im Fernsehen, bei Facebook, Instagram und Youtube antun, sondern könnte sich vielleicht doch lieber aussuchen, was genau man sehen und wissen will. Es gibt bei YouTube ja nicht nur Katzenvideos, sondern auch unglaublich viel interessantes Zeug, von dem man sonst nie etwas mitbekommt. Such mal nach „Gedanken tanken“ und zieh dir mal die blauen Videos rein. So viele schlaue Menschen, die einen guten Impuls nach dem anderen raushauen, wie man mit dem Leben und allen Menschen so richtig entspannt klarkommen kann. Das sind alles Inhalte, von denen du in der Schule nichts gehört hast, die aber mindestens genau so wichtig wären, wie etwa Trigonometrie. (Trigono… was?) Ich will eher sagen: Für dein Leben und deine eigene Entwicklung halte ich sie für viel wichtiger. Trigonometrie brauchen im beruflichen Alltag nur wenige Berufsgruppen.

Denkst du Positives, denkst du an Abschluss, Gewinnen und Erreichen von Zielen, dann wird das so passieren, wie du denkst.

Denkst du an Unfähigkeit, an Scheitern und an alle entsprechenden vorangegangenen Erfahrungen, in denen es so war, dann wird das so passieren wie du denkst.

Man könnte glauben, es ist Zauber, aber eigentlich ist es nur Bio. Das gelingende Zusammenspiel aller deiner Teile, die mit dir gemeinsam dein gestecktes Ziel erreichen. Egal, ob du scheitern oder gewinnen willst. Es passiert das, woran du glaubst!

Zuerst einmal ist innere Ruhe und Besinnung erforderlich, wenn man an sich arbeiten möchte. Daher ist es gut, wenn man bei einer Hypnose entspannt ist, wenn man Zeit hat und sich nicht gleich schon wieder ins nächste Abenteuer stürzen muss.


Was passiert bei einer Hypnose?

Box 1 – Imagination:

Die erste aktive Handlung zu Beginn einer Hypnose ist, an etwas zu denken, sich etwas vorzustellen. Eine Situation – auch eine Angst – ein Ziel, ein Bild, ein Gefühl, eine Veränderung, eine Erinnerung, phantasievoll ausgestaltete Begebenheiten, zum Beispiel kleine runde, aber sehr  kräftige Magneten an den Zeigefingern. Auch wenn sie niemand sehen kann. Die Gedanken sind frei. Und vorstellen kann man sich doch vieles, oder?

Box 2 – Physiologie:

In der zweiten Box erlebst du die körperliche Wirkung deiner Gedanken, „Ideodynamik“ genannt. Die Verbindung zwischen Körper und Geist. Du stellst dir also etwas vor, oder denkst an ein Erlebnis und erhältst direkt eine körperliche Rückmeldung, ein Feedback, eine Gefühlsregung, die in Verbindung zu deinen Gedanken oder deiner Vorstellung steht. (Kennst du das Gefühl bei einer Party oder im Club, wenn dein Lieblingssong gespielt wird und es dich warm durchfährt und sich deine Armhaare hochstellen? Das meine ich.)

Lust auf ein kleines Erlebnis deiner Vorstellungskraft?

Wenn ja, dann falte einmal deine Hände, etwa so, wie viele Menschen beten. Dann richte deine beiden Zeigefinger auf und spreize sie weit auseinander.
Im nächsten Schritt blicke genau auf deine Fingerspitzen und stell dir die eben erwähnten kleinen Magnete an den Innenseiten deiner Finger vor, und dass sie sich gegenseitig anziehen, wie es eben bei Magneten so ist. Weiß man ja.
Stell es dir vor, und beobachte jetzt, wie die beiden Finger sich wie magisch aufeinander zubewegen, bis sie sich schließlich berühren. Automatisch!

Und? Hat es bei dir geklappt? Konntest du die magnetische Wirkung deiner Finger spüren? Ist es nicht unglaublich? Herzlichen Glückwunsch! Du hast eine starke Vorstellungskraft und gerade ohne fremde Hilfe eine Hypnose aktiv und bewusst mit dir selbst durchgeführt.

Box 3 – Erfahrung:

Deine Erfahrung ist das, was gerade mit dir passiert. Du merkst, dass deine Vorstellung sich auf deinen Körper auswirkt und eine wahrnehmbare Veränderung zeigt. In dieser Mini-Selbsthypnose wandern zwar nur deine Finger ohne bewusstes Zutun aufeinander zu. Aber es passiert etwas. Du spürst eine Wirkung. Machst eine überraschende Erfahrung, lernst etwas völlig Neues. „Ey, das funktioniert ja tatsächlich!“

Wenn eine neue Erfahrung für dich von Interesse ist, dich weiter bringt, stark macht, dann speicherst du sie bewusst ab. Versetzt sie mit einem Marker „Besonders wichtig! Bitte in Zukunft weitere derartige Erfahrungen machen!“ Erfahrungen mit positiven Wirkungen mögen alle.

Box 4 – Glaubenssätze:

Auch dieser Bereich ist dir sicher schon klar. Du gewinnst neue Überzeugungen. Diese kleine Übung könnte schon enorme Wirkung zeigen. Nämlich beispielsweise, dass du Spaß daran findest, mit deinem Unbewussten und deiner Vorstellungskraft zu spielen und alle hinderlichen Einstellungen und Grundsätze, die dich immer nur blockierten, endlich mal zu entschärfen und mit neuen, erprobten Methoden und selbst gewählten Haltungen viel erfolgreicher, effektiver und zentrierter zu leben als bisher.
Du hast eben schon im Ansatz kennengelernt, wie das tatsächlich und spürbar funktioniert! Das ist Autosuggestion. Deine eigene Stärke, dir die Welt so zu transformieren, wie es dir auch immer gefällt. Deiner Phantasie sind eben keine Grenzen gesetzt!

Unglaubliche Möglichkeiten

Merkst du, wie sich deine Gedanken erweitern, fast schon in dem Moment, in dem dich diese Informationen und Erkenntnisse neuer Erfahrungen erreichen und deinen Horizont, dein Blickfeld erweitern? Komplett neue Zusammenhänge, an die  du bisher einfach noch nie gedacht hast, köcheln mit einem Mal in deinen Gedanken vor sich hin. Alles ordnet sich irgendwie neu an.
Nur weil du unerwartet oder von anderen empfohlen an neues Wissen gelangt bist, das plötzlich alles bisher Erlebte in völlig anderes Licht rücken kann.
Du selbst – nicht mehr andere – du selbst entscheidest über dein höchst individuelles Standing.
Du selbst kannst dich mit allen Facetten vollumfänglich annehmen, nach Belieben verändern, und das auch noch vor allen anderen ausstrahlen.

Du wirst dich wundern, wie das auf andere wirkt!

In diesem Zusammenhang beschreibe ich dir meine private One-Man-Studie zum Glaubenssatz: „Wie man in den Wald hinein brüllt, so schallt es hinaus.“
(Eigentlich war dieser Spruch damals sehr verbreitet. Ich bin nicht sicher, ob das immer noch so ist. Auf jeden Fall ist es ein alter Oma-Spruch. Ein Glaubenssatz, umformuliert etwa: Ursache erzeugt Wirkung. Zufällig auch ein physikalisches Gesetz.

Testaufbau:
Jede alltägliche Situation, in der du mit Menschen zusammenkommst. Probanden: Alle.

Testaufgabe:
Überprüfung des Gesetzes von Ursache und Wirkung in seiner Erscheinungsform innerhalb sozialer Strukturen. (So ist es schön geschwollen ausgedrückt. Dabei ist es nur ein Spiel.)

Testablauf:
Gruppe A: Wenn die Stimmung gut ist, versuche dir selbst vordringlich, und allen Menschen, die dir im Alltag begegnen, achtungsvoll und freundlich gegenüberzutreten. Schau sie freundlich an. Spiele die immer gern genommenen Karten „Bitte“ und „Danke aus. Spiegele freundlich die Stimmung des anderen zurück, ermuntere zum Schmunzeln, oder finde Lustiges am gegenwärtigen Moment, weise darauf hin. Schaffe gemeinsame ausgelassene kurze Momente. Teile deine wachsende gute Stimmung mit jedem, dem du begegnest. Schau selbst freundlich, kontrolliere deine Mimik, deine Körperhaltung, auch wenn niemand guckt.
Beobachte und erfahre, was passiert.

Gruppe B: Wenn die Stimmung eher träge und schwerfällig ist, mache nicht den Versuch, freundlich und ausgelassen zu spielen, ohne vorher mindestens zwei Jahre Schauspielschule hinter dich gebracht zu haben. Nein, mach alles der Stimmung entsprechend träge, schwerfällig und wortkarg. Du kannst dich hervorragend an den vielen anderen um dich herum mit vergleichbarer Ausstrahlung orientieren. Beobachte und erfahre, was passiert.

Bisheriges internes statistisches Testergebnis:
Gruppe B: Das Gesetz von Ursache und Wirkung beweist sich. Ich mach nix. Es passiert nix. Alle Abläufe verfliegen im Automatikmodus. Schließlich kann ich so während meines Einkaufes ja noch die Mails checken und die Welt retten.
Manchmal ergeben sich amüsante Situationen und andere lachen miteinander. Ich reiße mich an solchen Tagen zusammen, um das Ergebnis der Studie nicht zu verfälschen…

Gruppe A: Das Gesetz von Ursache und Wirkung beweist sich zwar, wobei sich die Wirkungen potenzieren. Alle im Testablauf beschriebenen zusätzlichen proaktiven Methoden zur Ergänzung des grundlegenden erforderlichen kommunikativen Austausches zur Kauf- oder Bedarfsabwicklung haben gewaltige positive und sich viral ausbreitende Wirkungen bei nahezu allen Probanden erzeugt. Sogar umstehende Unbeteiligte lachen mit und beteiligen sich.

(Wieder klingt es schön wissenschaftlich aufgeblasen. Ich liebe es, manchmal mit Formulierungen zu spielen. Dialekte finde ich auch so klasse. Es macht mir Spaß, wie bunt und vielschichtig eine Sprache klingen kann.)

Ich will dich ermuntern, als „Kollege“ an meiner Studie mitzumachen. Geh nach draußen, triff Leute und beschreib mir am besten nur, was mit anderen passiert, wenn du gut drauf bist und das allen auch offen zeigst.

Ich kann mir sehr gut vorstellen und will daher auch nicht wirklich hören, welche Ergebnisse du beschreibst, wenn du schlechte Laune hast. Nebenbei steckt schlechte Laune auch an, breitet sich aus, wie giftige Erreger. Aber das will ich nicht allzu umfänglich untersuchen. Macht auch keinen Spaß. Sieht man auch so andauernd.

Sehr interessiert bin ich aber daran, wie es dir in guter Stimmung gelingt, alle Leute zu ermuntern, dabei mitzumachen. Es macht übrigens einen riesigen Spaß.
Gute Laune verbraucht sich nicht, wenn man sie rauslässt, sie steckt andere an und verbreitet sich. Ist übrigens bei der Liebe exakt das Gleiche. Verbraucht sich nicht. Du hast unendliche Ressourcen.

Einziges erfolgreiches Gegenmittel gegen gute Laune ist das von mir so genannte Griesgram-Kryptonit, von dem es hier anscheinend eine Menge Vorkommen gibt. Man muss sich in Acht nehmen, um damit nicht in Berührung zu kommen. Schlechte Laune steckt schnell an und man muss aufpassen, sich nicht zu infizieren.

Mediendiät und Abstand zu Energieräubern ist jedenfalls mein Mittel der Wahl, um den eigenen Schutzschild in sicherer Ladung zu halten.

Du erkennst sicherlich leicht:
Auch bei dieser humorvoll zu verstehenden „Studie“ wirkt der Loop.
(ich mach das wirklich – kein Scherz!)

Gruppe A:
1. Gute innere Stimmung bewirkt gute Gedanken und…
2. gute Gefühle, Körperhaltung und Mimik, die bedingen …
3. schöne und positive Erfahrungen mit Kassierern, Postbotinnen, Zustellern und
Polizisten und beweisen mir…
4. Das Leben ist eine Spielwiese voller Möglichkeite

Oder eben in der negativ ausgerichteten Kontrollgruppe:

Gruppe B:
1-schlechte Gedanken,
2-miese Laune, schlechte Haltung, keine Geduld,
3-miese Erfahrung,
4-blöder Tag, wie bereits erwartet. Alles bleibt scheiße.

Da sollte der am Leben interessierte mal so richtig drüber nachdenken!

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