Die Magie der Hypnose … 3/4

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Die Magie der Hypnose … 3/4

Hypnose beschreibt einen effektiven Weg, mit den Unbewussten in Kontakt zu treten und auf das reichhaltige Archiv aller deiner bisherigen Eindrücke zuzugreifen, die sonst verborgen sind.

Ein hypnotischer Zustand, eine Trance oder tiefe Versunkenheit ist grundsätzlich nicht erforderlich, damit Hypnose funktioniert. Vielmehr ist es so, dass du dich selbst frei entscheidest, „mitzumachen“ und den Suggestionen zu folgen und dir vorstellst, wie es wäre, wenn eine vorgegebene angenommene Situation eintreffen würde. 

So funktionieren alle die Showhypnosen, die wir im Fernsehen ungläubig beobachten. Wenn man zusieht, gewinnt man den Eindruck, der Hypnotiseur habe Kontrolle, eine Art Macht über die Hypnotisierten, aber es ist anders.

Diejenigen, die wie ein Hund oder eine Ente über die Bühne laufen, spielen bewusst und gewollt ihre eigene Vorstellung dieser vorgegebenen Annahme. Sie machen mit, glauben die vorgegebenen Skripte und phantasievollen Bilder, versetzen sich in die beschriebene Situation und spielen sie. Nur weil sie die Suggestion jetzt glauben wollen, ist die Hypnose erfolgreich.

Die Magie entsteht also in dem Moment, in dem man sich auf Hypnose einlässt und den vom Hypnotiseur vorgeschlagenen Induktionen folgt. Sie ist in dem Augenblick wirkungslos, in dem wir uns entscheiden, wieder „aufzuwachen“ und aus der Situation zu gehen.

Natürlich gibt es auch die kritischen Leute, die sich zunächst nicht einlassen wollen, die sich sperren und dann meinen, „Siehst du? Es funktioniert doch nicht mit der Manipulation. Ätsch Bätsch, ich bin nicht so leicht hypnotisierbar.“ Alle Zweifler werden so ihren Erfolg haben, weil sie eben nicht das glauben wollen und sich nicht einlassen. Auch ein Loop, nicht wahr? Es passiert das, was du glaubst.

Wirksam und erfolgreich werden Hypnosen durch die gleichen beschriebenen vier Bereiche. Durch die vier Boxen des Kreislaufes:

Ich lasse mich leiten, stelle mir etwas vor, dadurch entsteht eine körperliche Reaktion, die (vorgeschlagene) Ruhe breitet sich tatsächlich aus und mein Gedanke erzeugt jetzt schon Vorfreude vielleicht, Aufbruchsstimmung, ein gutes Gefühl. Ich spüre aufkeimenden Mut für die kommende Erfahrung, auf die ich mich vertrauensvoll einlasse, um damit meine Einstellungen oder Glaubenssätze zu aktualisieren oder sie mit sinnvollen Überzeugungen zu ergänzen.

Mit einem Hypnosecoach ist Hypnose fokussierter, und wird dich sicherlich mehr beeindrucken, schließlich genießt du alles Können und alle Erfahrung dieses Spezialisten, aber  du kannst alle deine Planungen und Ziele auch erstmal selbst angehen. Allein durch diese hier im Blog beschriebenen Inhalte wirst du aber jetzt schon viel zentrierter und erfolgreicher sein, wenn du deine Pläne entwickelst, wenn du einiges verändern willst. Zum Beispiel lästig gewordene Gewohnheiten aufzugeben, oder dich selbst blockierende Haltungen loszulassen.

Als Beispiel: Rauchstopp schaffen oder einfach nur die Reduzierung der Zigarettenmenge am Tag. Das lässt sich sehr gut durch Hypnose begünstigen und erreichen.

Die Suggestion ist es, dir Bilder, Situationen vorzustellen, in denen du gute Empfindungen hast, obwohl du gerade eben nicht dabei rauchst, oder aber Bilder davon, wie es sich anfühlen könnte, nur noch halb so viel, oder gar nicht mehr rauchen zu müssen. Wie wäre es wohl, wenn du automatisch immer weniger rauchst, weil dein Unbewusstes und dein Körper dir dabei behilflich sind, indem von selbst der Drang zu Rauchen nachlässt. Wie wäre es wohl, wenn es keinen Schmachter geben würde und du einfach entscheiden könntest, jetzt keine zu rauchen? Alles ist möglich!

Du kannst dir jetzt vielleicht auch vorstellen, wie sich deine Freiheit anfühlen könnte, nicht mehr in kalten Raucherecken stehen zu müssen, nicht mehr selbst so nach Rauch zu riechen. Du spürst vielleicht den Wunsch danach, deinem Körper nicht mehr so viele Giftstoffe zuzumuten und eine viel gesundere Lebensweise für dich wählen zu wollen.

Je mehr du diesen befreienden und gesunden Gedanken nachgehst, dich mit ihnen beschäftigst, je häufiger du sie denkst, umso besser kannst du dir vorstellen, wie es tatsächlich wäre, wenn du einfach nicht mehr rauchst, weil dir andere Sachen wichtiger geworden sind, als Tabak und Zigaretten.

Diese neuen Vorstellungen und Bilder erzeugen in dir Energie, stärken dein Vertrauen, es tatsächlich umzusetzen, und neue Erfahrungen zu machen, die deinen langfristigen Entschluss festigen und stärken.

Jetzt erst merkst du, wie gut du in den verschiedensten Situationen auch ohne Zigaretten auskommen kannst (weil du es ja ausprobiert hast) und überschreibst energisch oder langsam aber sicher deinen Glauben, dass man sich von Zigarettensucht nicht lösen könne.

Jede Zigarette, die du noch rauchst, macht dir dein Ziel nur mehr klar. Damit aufzuhören. Bei jedem Zug bemerkst du mehr und mehr deine nervende Abhängigkeit, von der du weg willst. Jeden Tag willst du weniger rauchen, jeden Tag wirst du überzeugter sein von deinem Plan, bis du keine Zigaretten, keinen Tabak mehr kaufen willst.

Ich versichere dir: Wenn du dich ausschließlich mit diesen oder ähnlichen eigenen stärkenden und motivierenden Gedanken beschäftigst, ihnen deine ganze Aufmerksamkeit widmest, dann wird es dir gelingen, spielend leicht mit dem Rauchen aufzuhören!

Jetzt kommt aber der Haken.

Hypnose ist eben nicht Zauberei. Hypnose wirkt nur solange, solange du an die Vorstellung glaubst, auf die du dich fokussierst.

Der Erfolg dieser Autosuggestion ist nur solange spürbar und wirksam, solange du sicher und überzeugt dabei bleibst, an diese gewählten positiven und förderlichen Bilder zu glauben, ihnen zu folgen.

Nichts und niemand hält dich nämlich davon ab, plötzlich wieder in den alten, bekannten Mustern zu denken. Etwa: „Nein, das geht doch nicht. Viele meiner Bekannten und Freunde haben es auch nicht geschafft. Und ich zittere sogar jetzt fast schon vor Entzugsentscheidungen. Rauchen duftet so schön vertraut und beruhigt mich immer. Jedes kleine Problem wird sooo viel schlimmer, wenn ich nicht rauchen kann!

Das ist das Jammer-Kryptonit von dem ich vorhin schon sprach. Das Gegengift. Die Umkehr-Pille. Alle deine Raucherfreunde werden dich dabei unterstützen, deine Pläne wieder aufzugeben. Sie suche n ja die Bestätigung, dass Aufhören eben nicht geht und freuen sich, dass du ihnen bewiesen hast, dass ihre eigene Annahme stimmt und ihr weiter gemeinsam rauchen könnt.

Mit derartigen gegensätzlichen Gedanken schaffst du es natürlich spielend leicht, jede Hypnose zunichte zu machen, für die du vielleicht viel bezahlt hast, nur um zu erkennen dass sie bei dir ja doch nicht funktioniert hat. Hast du ja vorher schon gewusst, nicht wahr?

Du bestimmst eben selbst, was du denkst und erreichst. Du entscheidest, welche Ziele du verfolgst. Vorwärts, Leerlauf oder Rückwärts. Genauso wie der Ganghebel beim Smart.

Für ein Auto reicht die Auswahl. Für uns alle auch. Jeder darf entscheiden, in welche Richtung es geht. In jeder Hinsicht. Das ist alles.

Probleme und Schwierigkeiten, die uns Menschen daran hindern, unser Leben zu genießen, lassen sich oft in Eigenregie verändern, bearbeiten und lösen. Ich habe das, glaube ich, schon ausgiebig erwähnt.

Traumatische Erlebnisse aber, Schmerz, Krieg, wie ihn viele Geflüchtete erlebt haben, Missbrauch, Gewalt, eben alles, was die eigene Regie vollkommen überfordern würde, gehören in die Hand von Spezialisten. Suche dir gute professionelle Coaches, Therapeuten und Ärzte, damit sie dich begleiten, dir beistehen, Hindernisse zu packen, die für dich allein nicht überwindbar sind.

Überfordere dich nie! Nutze Fachleute, deren Erfahrungen und ihr Wissen, für alles, was dir zu groß erscheint. Und du weißt genau, ob oder ob nicht, wenn du in dich hinein hörst. Keiner kennt dein Inneres besser als du. Keiner kann dir das abnehmen

Aber mit dem Rauchen aufzuhören, dein Gewicht zu reduzieren, neue Strategien zu implementieren oder einfach bremsende Befürchtungen auszuräumen und neue Ziele zu fokussieren, das geht herrlich gut auch ohne Unterstützung von außen. Ich hab zum Beispiel geschafft, meinen Verbrauch in den letzten drei Monaten von guten zwanzig auf fünf bis acht Zigaretten zu reduzieren. Meine Frau hat damals vor fünfzehn Jahren einfach mit innerer Überzeugung aufgehört. Ohne Hypnose. Einfach so. Sie rauchte vorher zwei Schachteln am Tag.

Lernblockaden, schlechte Leistungen in der Schule liegen zu 90 Prozent an deiner inneren Einstellung und Herangehensweise an das Thema Schule und Ausbildung. Einer von zehn Schülern hat vielleicht tatsächlich organische Schwierigkeiten, aber die neun anderen könnten durchstarten. Mit Erfolg. Wenn sie dran glauben würden.

Es ist alles extrem leicht, wenn es dir gut in dir geht und du dir ein gutes Umfeld aufbaust. Tu dir nichts an, tu dir nichts Blödes rein, ob Medien oder Drogen oder fettes Essen, sorge mit Bewegung für ein gutes Gefühl in deinem Körper und vor allem: Achte auf die Leute, mit denen du dich umgibst. Triff dich mit Menschen, die dich fliegen lassen, anstatt mit welchen, die dich anpflocken wollen.

Du entscheidest das. Du bist der Boss.

2 Antworten

  1. Claudia sagt:

    Hypnose hat mir geholfen im Dezember mit dem Rauchen aufzuhören. Ich hatte 10 Jahre und 12 Zigaretten täglich geraucht. Es fühlt sich super an den Zigaretten jetzt komplett ohne Entzugserscheinungen entsagen zu können. Der Wille versetzt also doch Berge manchmal.

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